
El Misti
Der Vulkan El Misti überragt mit seinem 5822 Metern Höhe die unmittelbar an seinen Hängen liegende Stadt Arequipa. Durch seinen symmetrisch geformten Kegel gilt er auch als Wahrzeichen der Stadt, weshalb er auch im Stadtwappen von Arequipa abgebildet ist. Die nähe zur Großstadt macht den Vulkan im Falle eines Ausbruchs zu einer ernst zunehmenden Gefahr für die Bevölkerung. Ablagerungen aus vulkanischen Lockerstoffen zeugen von explosiven Eruptionen mit Pyroklastischen Strömen in den vergangenen Jahrtausenden. Der bisher letzte große Ausbruch wurde im Jahre 1784 verzeichnet, wobei es auch im Jahre 1985 zu einer kleineren Eruption kam. Seitdem ruht der El Misti. Lediglich vulkanische Dämpfe steigen auf und können manchmal sogar von Arequipa aus beobachtet werden. Sie stammen aus Fumarolen am Grund des Gipfelkraters. Der El Misti besteht aus insgesamt drei konzentrischen Kratern. Nahe des Hauptkraters haben Archäologen im Jahre 1998 mehrere Mumien und seltene Artefakte aus der Inka-Zeit gefunden und in ein Museum nach Arequipa gebracht. Die ersten Untersuchungen des Vulkans sind auf den deutsch-peruanischen General Clemes von Althaus zurück zu führen. Vermutlich ist er zudem auch der Erstbesteiger des Vulkans. Der El Misti ist die meiste Zeit des Jahres schneefrei, weshalb für die Besteigung auch keine technischen Hilfsmittel nötig sind. Der Aufstiegsweg zum Gipfel verläuft jedoch steil und sollte nur nach ausreichender Akklimatisation gegangen werden. Das Gehen in dieser großen Höhe durch feine Vulkanasche erfordert selbst für geübte Bergsteiger viel Mühe und Kondition. Vom Ausgangspunkt der Besteigung sind es etwa 2400 Höhenmeter zum Gipfel, wofür insgesamt etwa 12 Stunden mit Übernachtung einzuplanen sind. Nach diesem langen Aufstieg steht am Gipfel ein 6 Meter hohes Kreuz aus Eisenschienen, das den höchsten Punkt des Vulkans markiert. Der Abstieg ist um ein vielfaches einfacher, weil aufgrund der feinen Vulkanasche eine gute Trittsicherheit gewährleistet ist.

