
Garbuna
Der nur 564 Meter hohe Vulkan Garbuna befindet sich auf der zu Papua Neuguinea gehörenden Insel Neubritannien westlich der Stadt Kimbe. Kimbe liegt nur 17 Kilometer Luftlinie vom Krater des Garbuna entfernt, sodass der Vulkan problemlos innerhalb eines Tages von der Stadt aus erreicht werden kann. Er ist zusammen mit der aus 3 Vulkanen bestehenden Garbuna-Vulkangruppe teil der weitaus größeren Bismarck-Vulkangruppe, welche alle Vulkane entlang der Bismarcksee umfasst. Der Garbuna befindet sich davon in der Provinz West New Britain, welche sich über den gesamten westlichen Teil der Insel Neubritannien erstreckt. Auf Neubritannien gibt es verschiedene Vulkane, welche im Vergleich zum Garbuna schon wesentlich älter sind. Der Garbuna ist hingegen ein noch extrem junger Vulkan. Erste Aufzeichnungen eruptiver Tätigkeit sind zurück zu führen auf den 17. Oktober 2005, als ein ohne Vorwarnungen auftretender Vulkanausbruch die Provinz heimsuchte. Während der Hauptphase des Vulkanausbruchs spuckte er eine Aschewolke bis in 4 Kilometer Höhe, bevor sie in nordwestliche Richtung abdriftete. Auch in den darauffolgenden Monaten war der Garbuna tätig, wobei sich jedoch die Intensivität der Eruption verringerte. Im Januar 2006 stieß er lediglich noch Gas und Dampf aus. Am 11. März 2008 begann eine neue Eruptionsphase, die bis Oktober desselben Jahres andauerte. In diesem Zeitraum spie er Aschewolken, die etwa 1,6 Kilometer hoch aufstiegen und teilweise über der Stadt Kimbe abregneten. Nach den Eruptionsphasen in den Jahren 2005 und 2008 blieb mitten im Dschungelgebiet ein Krater mit vielen postvulkanischen Erscheinungen zurück. An mehreren Stellen des Kraters treten an aktiven Fumarolen Schwefeldämpfe aus.

