
Pico do Fogo
Auf den kapverdischen Inseln vulkanischen Ursprungs ist der Pico do Fogo mit 2829 Metern Höhe der höchste und der einzig aktive Vulkan. Er befindet sich auf der Insel Fogo in einer halbkreisförmigen Depression, die nahezu die gesamte Ostseite der Insel einnimmt. Diese Senke namens Chã das Caldeiras ist jedoch nicht vulkanischen Ursprungs, sondern entstand durch einen gewaltigen Erdrutsch. Der Erdrutsch ließ im Westen etwa 1000 Meter fast senkrecht abfallende Felswände, die den Rand der Depression bilden. Erst anschließend wuchs im östlichen Teil der Depression der Kegel des Stratovulkans Pico do Fogo heran, der durchschnittlich zweimal pro Jahrhundert ausbricht. Bei den bisher letzten Ausbrüchen in den Jahren 1957 und 1995 öffneten sich an den Flanken des Vulkans Spalten, aus denen Lava austrat. Letztere Flankeneruption begann am 2. April 1995 und dauerte etwa 6 Wochen, in denen goße Flächen Kultutlandschaft zerstört und zahlreiche Menschen evakuiert wurden. Um die Eruptionsstelle bildete sich ein neuer Vulkankegel, der mit 1950 Metern Höhe jedoch wesentlich niedriger als der Pico do Fogo ist. Aufgrund dessen wurde er nach seiner Entstehung Pico Pequeno genannt, was übersetzt "kleine Spitze" bedeutet. Der benachbarte größere Vulkankegel Pico do Fogo gab bei einer massiven Eruption aus dem Zentralschlot im Jahre 1680 auch der zuvor Sao Felipe ganannten Insel ihren heutigen Namen Fogo. Ihre geologische Entwicklung verdankt die Insel ausschließlich dem Vulkanismus des Vulkans Pico do Fogo, der mit seiner markanten Form die Insel dominiert.
Die Insel ist auch bei Vulkantouristen ein lohnenswertes Ziel um den Pico do Fogo zu besteigen. Eine Besteigung des Vulkans ist zwar technisch einfach, kann aber nur in Begleitung eines Bergführers in Anspruch genommen werden. Die Bergführer können von Touristen in den westlich vom Vulkan gelegenen Ortschaften in der Chã das Caldeiras gemietet werden. Zu diesen Ortschaften führt eine mit Lavagestein gepflasterte Straße in die Chã das Caldeiras westlich des Vulkans entlang. Die Ostflanke des Vulkans ist hingegen nicht zugänglich.

